Der Weg in die Selbstständigkeit

Selbständig bin ich seit dem 01.02.15. Angefangen mit den Vorbereitungen und Überlegungen habe ich schon knapp 6 Monate vorher. Aller Anfang ist schwer. Da ich vor nicht all zu langer Zeit meinen Weg in die Selbständigkeit angetreten habe möchte ich hier mal alles zusammenfassen, was gemacht werden muss und wie ich vorgegangen bin.

Die Idee

Sarah`s Mutter hat eine Filiale in Wuppertal geschlossen und in der Rathaus-Galerie Wuppertal wurde eine neue Filiale von Mode Koster eröffnet.

Da dies viel Arbeit ist haben Sarah und ich ihr dabei soweit geholfen wie es geht. Von Mode habe ich keine Ahnung, von Damenmode in großen Größen erst recht nicht und die ganzen Designer wie Chalou, Samoon, Via Appia, Verpass sagen mir nichts. Ich bin eher der technische Typ. Da gerade Werbung den Erfolg einer Neueröffnung ausmacht und die Homepage von Mode Koster eher unregelmäßig gepflegt wird, habe ich mich entschlossen eine Fanseite bei Facebook anzulegen. Somit hat Sarah die Möglichkeit, auch während Ihrer Arbeitszeit in der Rathaus-Gallerie, Neuigkeiten, Aktionen und Fotos zu posten und so auf das Geschäft aufmerksam zu machen und vielleicht neu Kunden anzulocken. Mit der Übernahme der ehemaligen Chalou Filiale haben wir auch deren Kundekartei erhalten. Wir haben also Infopost an alle Kunden von Mode Koster und ehemalige Kunden von Chalou geschickt um über die Neueröffnung zu informieren. Nach der Neueröffnung haben wir Sarah`s Mutter erstmal in der Urlaub geschickt, der ganze Stress zeitgleich eine Filiale zu schließen und eine andere zu eröffnen war doch schon sehr hoch. Sarah hat sich um den Laden gekümmert und ich habe nach weiteren Vertriebskanälen geschaut. Auf der Suche im Internet ist mir aufgefallen, dass es nicht gerade eine Produktgruppe ist die stark umkämpft wird. Damenmode für mollige bieten zwar auch nicht gerade wenige an, aber eine große Auswahl, dann auch noch von deutschen Herstellern wie Chalou, Verpass, Via Appia, Samoon oder KjBrand findet man eher selten. Über KjBrand habe ich sogar schon einen Erfahrungsbericht (Link)veröffentlicht, den eine nette und gute Kundin für mich vor kurzem geschrieben hat. Mir kam aber so langsam die Idee, die Damenmode für große Größen auch Online zu vertreiben. Also habe ich mir die Online Vertriebskanäle wie Amazon und Ebay näher angeschaut um herauszufinden wie gut die Idee umgesetzt werden kann und wie hoch der Preiskampf ist. Die Kosten kommen einen am Anfang überschaubar vor. Ich habe dennoch mal nach Onlineshops geschaut. Nachdem ich über die Techniken und Möglichkeiten nun genug gelesen und mir angeschaut habe muss erst mal das wichtigste gemacht werden. Die Kosten ermitteln, wie viel kann ich investieren ohne das es an meine Existenz geht. Nach einer kleinen Kostenrechnung habe ich mich dann entschieden.

Die Gewerbeanmeldung zur Selbständigkeit

Ich könnte mich Selbständig machen. Aber was muss dafür alles gemacht werden? Also wieder mal im Internet gesucht wie einem der Weg in die Selbständigkeit gelingt. Es gibt unzählige Webseiten für die Selbständigkeit. Was aber fast überall steht, die Gewerbeanmeldung ist schnell gemacht. Danach kommt ein Schreiben vom Finanzamt indem man die voraussichtlichen Gewinne einträgt und schon hat man eine Steuernummer und kann seine erste Rechnung schreiben. Gut, wenn es so leicht ist, dann kann ich das auch. Die Gewerbeanmeldung habe ich auch schnell auf der Seite der Stadt Velbert gefunden. Eine Anleitung zur Gewerbeanmeldung war auch dabei. Am Punkt 1 angekommen, stand ich dann vor der Entscheidung welche Rechtsform ich denn nehmen würde. Also wieder Internet durchstöbern nach den Vor- und Nachteilen. Lieber eine 1-Mann GmbH oder ein Kleingewerbe? Ich habe mich dann für das Kleingewerbe entschieden. Der große Vorteil daran, ich bin kein Kaufmann laut dem Steuerrecht, nicht im Handelsregister eingetragen und ich brauche nur die Gewinn und Verlustrechnung am Ende des Jahres erstellen. Die Grenzen hierfür sind 500.000€ Umsatz oder 50.000€ Gewinn. Punkt 1 und 2 haben sich somit erledigt in der Gewerbeanmeldung und die anderen Punkte sind schnell eingetragen. Felder, welche man nicht benötigt, werden leer gelassen. Da ich Vollzeit arbeiten gehe habe ich das Gewerbe als Nebengewerbe angemeldet. Ein bis zwei Tage später hatte ich dann auch schon die Gewerbeanmeldung mit Stempel der Stadt in der Hand. Das ging wirklich sehr schnell. Da die Stadt dem Finanzamt die Gewerbeanmeldung meldet bekommt man automatisch den Frageboden zur steuerlichen Erfassung zugeschickt. In Velbert ist das etwas anders, dort bekommt man den Erfassungsbogen bei der Anmeldung im Rathaus direkt in die Hand. Schlecht nur, wenn am die Gewerbeanmeldung Online macht. Also habe ich nach drei Wochen eine Mahnung vom Finanzamt im Briefkasten gehabt. Ein kurzer Anruf mit dem Mitarbeitet beim Finanzamt hat dann alles geklärt und ich habe den Erfassungsbogen schnell nachgereicht. Den Auszufüllen war schon etwas schwieriger. Neben den Allgemeinen Fragen kommen die des zu erwartenden Gewinnes. Also habe ich meinen jetziges Bruttojahresgehalt bei nicht selbständiger Arbeit eingetragen und einen sehr kleinen Betrag bei der selbständigen Arbeit. Die Steuernummer kam gerade noch rechtzeitig zurück um meine Umsatzsteuervoranmeldung pünktlich zuschicken zu können, Dies geht nur Online. Der Mitarbeitet hatte mir aber schon vorher angeboten, dass ich es handschriftlich machen könne und ihm zuschicken falls meine Steuernummer nicht pünktlich bei mir eintrifft. War nett, brauchte ich aber nicht in Anspruch nehmen. Gewerbeschein und Steuernummer waren da, der erste Schritt in die Selbständigkeit ist abgeschlossen

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